Absperrblase mit Durchgang / Dichtkissen mit Bypass
Wie bereits erwähnt, gibt es neben reinen Absperrblasen und Dichtkissen auch Geräte mit einem Durchgang, solche Geräte werden oftmals auch als Prüfblasen oder Prüfdichtkissen bezeichnet. In der Regel handelt es sich bei dieser Gerätevariante um herkömmliche Absperrblasen oder Dichtkissen, die mit einem der Länge nach durchlaufenden, offenen Bypass ausgestattet sind. Bei diesen Bypässen handelt es sich meist um stabile Schläuche oder variable Rohre, an deren Enden meist ein fester Anschluss angebracht wird. Typisch ist in diesem Zusammenhang die Verwendung von Storz-Kupplungen in unterschiedlichen Größen D (25mm) bis A (100mm).
Solche Dichtkissen oder Absperrblasen mit Durchgang werden meist für Kanaldichtheitsprüfungen benötigt, um das Prüfmedium in den Prüfraum geben zu können.
Darüber hinaus kommen Absperrblasen mit Durchgang und Bypass-Dichtkissen zum Einsatz, wenn während einer Absperrung dauerhaft Wasser umgeleitet oder abgeleitet werden muss, z.B. bei Schachtsanierungen, Neuanschlüssen, bei Arbeiten in Wasserschutzgebieten, etc. So kann mit der Hilfe einer Pumpe das angestaute Wasser durch den Durchgang der Absperrblase bzw. des Dichtkissen gepumpt und zu einer anderen Stelle weitergepumpt werden.
Vor einigen Jahren erleichterte eine Erfindung eines namhaften deutschen Herstellers von Absperrtechniken diesen „Wasserumleitungsprozess“ erheblich. Bei dieser Erfindung handelt es sich um spezielle Dichtkissen in Torusform in welches zentrisch ein größeres Kunststoffrohr als Bypass eingeschoben werden kann. Diese speziellen Dichtkissen mit Rohrbypass erlauben einen einfachen, geodätischen Wassertransport ohne die Hilfe von Pumpen durch die Baustelle, allein durch Gravitation.